Webmasterfriday #3 – Erfolgsfaktoren beim Bloggen

Hallo =)

Als ich den Titel des dieswöchigen WMFs gelesen hatte, war ich mir auf Anhieb nicht ganz sicher, was ich dazu schreiben könnte. Dennoch habe ich mir meine Gedanken gemacht, was meinen Blog betrifft und welche Meinung ich dazu seit Anfang an vertrete, wenngleich nur bedingt pupliziere.

Was ist Erfolg für mich?
Der finanzorientierte BWLer in mir sagt: Gewinn! Okay, das passt hier nicht so ganz. Allgemeiner gesagt: Erfolg bedeutet die Erreichung der gesteckten Ziele auf einem möglichst effizientem Weg mit den geeigneten Mitteln. Das klingt natürlich nun recht gestochen und könnte auch in einem Lehrbuch stehen, abgeschrieben habe ich es dennoch nicht.
Kurz und knackig: habe ich ein Ziel erreicht, dann fühle ich mich erfolgreich.

Also muss ich mich für die Antwort auf die Frage nach dem Erfolg erst einmal fragen: was sind denn meine Ziele mit diesem Blog?
Natürlich freue ich mich, wenn er mehr Besucher bekommt, wenn es auch im Schnitt mehr Kommentare gibt. Doch das ist nicht mein Ziel, das ist nur ein für mich positiver Nebeneffekt, ein untergeordnetes Ziel. Ich persönlich möchte besser werden in meinem Hobby Photographie, ich möchte immer wieder neue Impulse finden, Verbesserungspotential entdecken und nebenbei mit meinen Bildern erfreuen, zum Nachdenken anregen und Diskussionen entfachen.

Als Ziel die persönliche Verbesserung?
Vermutlich habt Ihr ein Fragezeichen über dem Kopf und fragt Euch, was denn ein Blog damit zu tun habt. Auf den ersten Blick vielleicht nicht viel, doch lasst es mich erklären:
Ich photographiere,… ich photographiere gern und viel, gezielt und bewusst, zu Themen und einfach, weil etwas da ist. Doch ich befinde mich am Anfang meiner Reise in dieser faszinierenden Welt, ich mache – natürlich – immer wieder Fehler, könnte immer noch auf mehr Dinge achten und mich mit weit mehr Aspekten beschäftigen Wenn ich immer nur für mich photographiere und von außen keine Meinung bekomme, was denn an einem Photo eben nicht optimal oder perfekt ist, wie kann ich dann besser werden? Gar nicht!

Hier habe ich meine persönliche Plattform, mit ein paar fleißigen Kommentatoren und einigen, die mir auch privat Hinweise geben und mich motvieren.

Ist ein Blog erfolgreich, weil er viele Besucher hat?
Meiner Meinung nach nicht, außer ich messe meinen Erfolg an Besucherzahlen, die im dreistelligen Bereich oder darüber liegen. Doch was sagt mir diese Zahl? Weiß ich, ob die Leute etwas mitnehmen? Weiß ich, ob sie überhaupt lesen oder nur aus Zufall dort landen? Für mich persönlich ist das nur eine Zahl, ich freue mich, wenn sie höher ist, bin aber auch nicht deprimiert, wenn sie klein ist. Sie hilft mir nicht bei meinem Ziel, nicht im Geringsten. Sie tangiert mich einfach nicht.

Was ist mit der Anzahl an Kommentaren?
Selbstverständlich würde ich mich über noch mehr Kommentare freuen, sehe das aber zweiseitig.
Zum einen bin ich bestrebt auf so gut wie jeden Kommentar einzugehen und mitzudiskutieren, außer es ist eine Wiederholung der vorherigen Meinung oder hat keinen weiteren Inhalt. Ab einer gewissen Anzahl wäre das nur eingeschränkt möglich, vor allem wenn man nicht nonstop auf der eigenen Website hängen möchte. Letztenendes soll Euch das aber nicht abhalten. ;-)
Darüber hinaus bringen mich unzählige Kommentare der Art „Sieht toll aus“ nur bedingt voran und ich denke auch nicht, dass viele Kommentare dieser Art immer für den Erfolg eines Blogs stehen. Warum? Weil sie nichts weiter beitragen, außer dass jemanden etwas gefällt. Aber was ihm gefällt, ist eigentlich nicht klar ersichtlich.
Wenn mir noch einer sagt, was ihm genau gefällt, zeigt mir das hingegen auf, welcher Ansatz denn so gut ist, dass man ihn weiter verfolgen kann. Und er regt auf die Weise eventuell auch eher eine Diskussion in den Kommentaren an.
Nicht, dass Ihr das falsch versteht: man freut sich als Photograph drüber, wenn die Bilder einfach mal gefallen, denn auch das ist ja ein wenig ein Ziel von mir und ein wenig Stolz ist man dann schon, ein Lächeln erscheint auf dem Gesicht und die Laune hebt sich. Aber man freut sich auch immer wieder besonders über konstruktive Kritik, da man daraus weitere Aspekte für die nächsten Bilder ziehen kann.
Man freut sich also über diesen reichlichen Zuspruch bei entsprechenden Kommentarzahlen, doch ich würde daraus für mich persönlich eben keinen großen Erfolg ableiten. Natürlich will ich mit meinen Bildern Gefallen erregen, und ich freue mich über dem entsprechende Resonanzen. Doch mein Hauptziel ist und bleibt meine persönliche Verbesserung und die ist nicht proportional zur Kommentarzahl.

Ich weiß also, was für mich Erfolg ist: wenn ich eine Verbesserung sehe und anstreben kann, was ich in den letzten Monaten auch dank Eurer Kommentare schon geschafft habe. Und was sind meine Faktoren für diesen Erfolg?

Eigentlich nur einer: Einfach photographieren und regelmäßig mit Freude bloggen! Beim Bloggen mache ich mir auch immer wieder Gedanken über meine Bilder, reflektiere über dieses Werk und seine Präsentation, überlege welche Intention es zeigen könnte und ziehe daraus weitere Ideen für neue Bilder. Aus Euren Kommentaren ziehe ich das gleiche. Zwar sind es nicht viele, aber dafür für mich oft sehr wertvolle.

Ich blogge also für meine Entwicklung und für die Ablenkung vom Alltag der anderen. Ich stresse mich nicht mit Besucher- und Kommentarzahlen, ich kümmer mich nicht um Werbefinanzangelegenheiten, ich zieh einfach mein Ding durch. Wer weiß, vielleicht wird der Blog irgendwann enden, wenn ich mit diesem Medium für mich keine Verbesserung mehr erzielen kann…. doch das liegt noch in weiter Zukunft. ;-)

Puh, mein Text ist doch recht lang geworden und spiegelt sicher nicht die allgemeine Ansichtsweise wider. Doch es ist einfach meine Ansicht zu diesem, meinem Projekt und irgendwie wollte ich es auch erklären und Euch nicht einfach eine kurze Antwort hinwerfen.

Das flotte Trio zum Weiterlesen!
Von Naanoo – Tipps für den Blogerfolg

pr-up – 2 Betrachtungsweisen

ostwestf4le – Kurz und knackig

Mit photographischen Grüßen,
Neomai

Veröffentlicht von

Neomai

So vielfältig wie die Farben im Kaleidoskop sind meine photographischen Neigungen.

7 thoughts on “Webmasterfriday #3 – Erfolgsfaktoren beim Bloggen”

  1. Hi,
    danke für die interessanten Einblicke in deine Gedankengänge und die Denkweise bezüglich dieses Projektes. Ich kann es nachvollziehen, dass du einfach dein Ding durchziehst und aus Spass an der Freude bloggst, in Sachen Photographie weiterkommen möchtest. Das ist sehr positiv und ich kommentiere auch gerne auf Blogs, wo mit viel Spass geschrieben wird. Erfolgsfaktoren gibt es ja so einige und bei mir sind es viele wie Blogbesucher, RSS-Leser, Einnahmen, Kommentare/Feedback und Social Media Signale. Aber wichtig ist es doch, was man auch bei dir merkt, dass man mit Freude schreibt. Denn so kann daraus etwas langfristiges werden.

    1. Hallo :)

      Es ist schön, dass meine Freude an dem Projekt und dem Bloggen auch beim Leser ankommt, da man es doch selbst als Autor der Beiträge gar nicht so einschätzen kann.
      So alt ist der Blog ja auch noch gar nicht, wenngleich er schon eine gute Entwicklung in der Zeit genommen hat und ich bin auch gespannt wie es weiter gehen wird. Definitiv wird er mich noch eine lange Zeit begleiten, wir haben noch einige Ideen für weitere Projekte. ;-)

      Ich hoffe Dich auch künftig immer wieder hier lesen zu können :)
      Liebe Grüße
      Neomai

  2. Durch die ganz andere Art und Weise an das Thema heranzugehen, ein sehr interessanter Beitrag. Deine Motivation den Blog zu betreiben unterscheidet sich sicher von den meisten. Aber sie ist gut nachvollziehbar. Ich glaube schon, dass du im Lauf der Zeit eine kleine Fan-Gemeinde bekommen kannst, die deinen Zielen sicher wesentlich dienlicher ist, als tausend Besucher prot Tag.

    1. Hallo :)

      Freut mich, dass ich es nachvollziehbar beschreiben konnte. Ich hatte da auch ein wenig Sorge, da ich mich gerne in Schachtelsätzen verliere. *g*
      Ja, so eine kleine Fangemeinde favorisiere ich, ich denke, das ist ein guter Weg für mich.

      Liebe Grüße
      Neomai

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